Friedrich-List-Schule erhält das Siegel „Europaschule des Saarlandes“

Saarbrücken, 9. Mai 2026 – Die Friedrich-List-Schule Saarbrücken ist offiziell die erste öffentliche berufliche Europaschule des Saarlandes. Im Rahmen einer feierlichen Zertifikatsübergabe am 8. Mai 2025 überreichte Christine Streichert-Clivot die Auszeichnung und würdigte damit das langjährige europäische Engagement der Schule. Bereits im Jahr 2022 hatte die Friedrich-List-Schule den Antrag zur Zertifizierung als Europaschule eingereicht. Es folgte eine vierjährige Bewährungsphase, die von zahlreichen europäischen Projekten, internationalen Kooperationen und schulischen Aktivitäten geprägt war. Mit großem Einsatz arbeitete die gesamte Schulgemeinschaft darauf hin, den europäischen Gedanken im Schulalltag sichtbar und lebendig zu machen. Ein entscheidender Meilenstein auf diesem Weg war das erfolgreiche Audit am 31. März 2025. Dabei präsentierte die Schule ihre europäische Ausrichtung, ihre Projekte und Mobilitäten sowie ihre langfristige Europastrategie vor der Prüfungskommission. Besonders hervorgehoben wurden die nachhaltige Verankerung europäischer Themen im Unterricht, die internationale Zusammenarbeit sowie die aktive Beteiligung der Schulgemeinschaft.
In den vergangenen Jahren organisierte die Schule unter anderem zahlreiche Europatage mit Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern, internationale Begegnungen sowie vielfältige Projekte im Rahmen von Erasmus+. Besonders die Erasmus+-Akkreditierung stärkte den europäischen Austausch und eröffnete neue Möglichkeiten für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Darüber hinaus werden seit vielen Jahren enge Kooperationen mit französischen Partnerschulen und Institutionen gelebt, die den grenzüberschreitenden Austausch nachhaltig fördern. Auch die Zusammenarbeit mit renommierten europäischen und politischen Einrichtungen spielte dabei eine wichtige Rolle. So arbeitete die Schule unter anderem mit der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung zusammen, die Projekte und Veranstaltungen rund um die europäische Einigung und die Bedeutung eines vereinten Europas unterstützt. Gerade im Rahmen der Europatage konnten Schülerinnen und Schüler dadurch wichtige Einblicke in europäische Politik, Geschichte und demokratische Verantwortung gewinnen. Auch im Bereich der politischen und medialen Bildung konnte die Schule große Erfolge erzielen. So wurden Schülerinnen und Schüler der Friedrich-List-Schule mehrfach ausgezeichnet – unter anderem beim Europäischer Wettbewerb sowie mit dem Axel Buchholz Preis, den die Schule bereits dreimal in der Europakategorie gewinnen konnte. Ein weiterer Meilenstein war die Entwicklung eines schulweiten Europa-Curriculums, das europäische Themen und Werte fest im Unterricht und im Schulleben verankert. Dabei geht es nicht nur um Politik oder Geschichte, sondern um das gemeinsame Verständnis eines modernen, offenen und demokratischen Europas.
Mit der Zertifizierung als Europaschule sieht die Friedrich-List-Schule ihre Arbeit jedoch nicht als abgeschlossen an – vielmehr als Beginn eines weiteren Entwicklungsprozesses. Die europäische Strategie der Schule soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Bereits jetzt stehen neue Projekte wie die stärkere Einbindung des Euro-Passes sowie zusätzliche internationale Kooperationen im Fokus. Die Schulgemeinschaft der Friedrich-List-Schule ist stolz darauf, sich nun offiziell Europaschule nennen zu dürfen. Die Schule versteht Europa als Raum der Vielfalt, des gemeinsamen Lernens und des gesellschaftlichen Fortschritts. Gleichzeitig setzt sie ein klares Zeichen für Demokratie, Frieden und Zusammenhalt – Werte, die nur durch ein geeintes und solidarisches Europa dauerhaft bewahrt werden können.

Text: Markus Greulich

Foto: MBK

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